Pommern an der Weser         

Posted am 19.1.2010 von noglo

Veranstaltungen über das Rauhwollige Pommersche Landschaf in Niedersachsen.

In den 90er Jahren gab es einige ganz wenige Züchter dieser Rasse in Niedersachsen. Erst 1997, als unser Verband sich entschloss, mit dem ehemaligen Zuchtleiter Mecklenburg-Vorpommerns in Kooperation zu treten, wurde der erste offizielle "Rauhwollertag" proklamiert. Die ersten Veranstaltungen wurden zunächst noch auf dem Hof Zocher in Burgdorf abgehalten. Später setzte sich der Gedanke durch, innerhalb der Züchtergemeinschaft zu rotieren. So wird es bis heute praktiziert.

Jeden 3. Samstag im Juli findet der Rauhwollertag statt. Bitte nutzen Sie die rechtsseitigen Links, um zu den bebebilderten Berichten der Vorjahre zu gelangen.


Bericht zum 13. Rauhwollertag in Niedersachsen, Syke, Hoher Berg, 18.7.2009

Bericht von M. Brockob, Fotos noglo.

Der Hohe Berg in Syke war Veranstaltungsort der diesjährigen Zuchtschau der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe. Mit großem Engagement hatten Heinrich Evers und Heinfried Köster dieses Treffen hervorragend vorbereitet. 75 Tiere aus 13 Zuchten präsentierten sich der Körkommission. Die Wolle der Rauhwolligen Pommerschen Landschafen, die in der Färbung grau bis blau vorkommt, ist ein charakteristisches Kennzeichen dieser Rasse. Die Kombination von feiner Unterwolle bis zu gröberem Oberhaar macht den besonderen Charakter dieser Wolle aus, die früher von den pommerschen Fischern für die Erstellung von witterungsundurchlässigen Pullovern genutzt wurde. Um diese Ursprünglichkeit zu erhalten, liegt das Hauptkriterium in der Zucht weiter auf der Wolle. Durch ihre Anspruchslosigkeit und Widerstandsfähigkeit besitzen die Tiere eine gute Eignung zur Landschaftspflege. Dem couragierten Einsatz einer motivierten Züchterschaft verdankt das Rauhwollige Pommersche Landschaf seinen Erhalt und den Anstieg der Population in den letzten Jahren. Das Interesse der Züchter zeigte sich auch an diesem Züchtertag, an dem sich häufig die gesamte Familie beteiligte und die Tiere vorbereitete und vorführte. Preisrichter Robert v. Stärk, der sich seit über 20 Jahren für die Erhaltung der Rauhwollerzucht engagiert, bescheinigte den niedersächsischen Betriebe ein hervorragendes Leistungsniveau. Auffallend ist der zunehmende Anteil von Tieren mit dunkler Wolle. Die Erscheinung und Entwicklung der Tiere war insgesamt gut bis hervorragend. Das Wollwachstum lag mit teilweise 0,7 mm je Tag auf hohem Niveau. Nur wenige Tiere konnten wegen Wollfehler oder Mängel in den Gliedmaßen nicht gekört werden. Besonders erfreulich ist die erfolgreiche Teilnahme auch von jüngeren Züchtern. So konnte Carl-Anton Bittendorf, Steimbke, (9 Jahre) den diesjährigen Ia-Lammbock stellen. Erstmals nahmen Christina Dierkes, Coppengrave, und Stefan Beims, Haverlah, an dieser Zuchtveranstaltung teil. Ehrenpreise für besondere züchterische Leistungen konnten an 4 Betriebe vergeben werden:


Kat-Nr.

Züchter Prämierung Ehrenpreis

3

Knippenberg, Cappel 1a Jährlingsbock Silberne Plakette d. Lwk. Nds.

30

Sailer, Anderten 1a Mutterschaf Bronz. Plak d. Lwk. Nds.

44

Ruhnau, Bülstedt 1a Mutterlamm Ehrenuhrk. d. Lwk. Nds.

64

Bittendorf, Steimbke 1a Lammbock Plakette d. Vereinig. dtsch. LSV.


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