Pommern an der Weser         

Posted am 19.1.2010 von noglo



Hochdekorierte Preisträger (2010) aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen


Volker Weiße erhält den Pokal für den 1a-Preis in Rövershagen bei den Jährlingsböcken


Hartmut Oehlert bedankt sich bei seinem Bock für den 1b-Preis in Rövershagen.


Der neue 1a-Niedersachse-2010, von und mit Christoph Höller aus Rinteln



Film ab 

Für den Schaffreund, der bisher noch nie ein Rauhwolliges Pommersches Landschaf zu Gesicht bekommen hat, haben wir hier eine kleine Filmsequenz eingefügt. Sie sehen ein gut bewolltes Mutterschaf, grasend auf der sonnigen Märzweide, tragend, eine Woche vor der Lammung. Filmchen ab! (20 MB)
Sie haben keine geeignete Software zum betrachten des Filmes: download/free hier


"Rügenfahrt"

Ende August 2009 veranstaltete die Züchtergemeinschaft Niedersachseneine gemeinsame Fahrt zur Landesschau nach Rügen/Drigge. Lesen Sie den wunderbaren und ausführlichen Bericht der Familie Dierkes vom Hilletalhof



Sollten G3-Böcke weiterhin zum Einsatz gelangen ?

           ja !
           nein !
           egal !
           weiß nicht !




Nur Auswertung

Informationen zur Genotypisierung beim RPL

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Rückläufige Bestandsentwicklung

Auszug aus einem Artikel des Informationsblattes des Landesschafzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern "Schafe-aktuell", Heft 4/2009.

Der Bestand an Rauhwolligen Pommerschen Landschafen (RPL) ist seit letztem Jahr (in Mecklenburg-Vorpommern) stark rückläufig:

Waren im Jahr 2007 noch 2311 Herdbuchtiere bei 55 Züchtern registriert - der bislang höchste Bestand an weiblichen RPL-Zuchttieren - wurden 2008 nur noch 1910 Tiere gezählt. Nach bisherigen Schätzungen für 2009 wird der Bestand an Tieren weniger als 1600 Tiere betragen, die bei 45 Züchtern eingetragen sind.

Die Ursachen sind vielfgältig:

  • geringe bzw. fehlende Nachfrage nach männlichen und weiblichen Zuchtlämmern,
  • keine kostendeckenden Erlöse beim Verkauf von Reinzuchtlämmern als Schlachttiere,
  • Veränderung der Förderbedingungen des RPL - Förderung der Erhaltung tiergenetischer Ressourcen.

Das sah schon mal vielversprechender aus!

Zitat / Züchtergemeinschaft Niedersachsen, 2003:

Im Verlauf der letzten Jahre hat sich in Niedersachsen durch die Initiative einer stetig wachsenden Zahl engagierter Züchter eine beachtliche Zuchtpopulation des Rauwolligen Pommerschen Landschafs etabliert. Als alte norddeutsche Schafrasse, die früher die Kulrturlandschaft vor allem an der Ostseeküste prägte, ist das Rauwollige Pommersche Landschaf bestens an das Klima in der norddeutschen Tiefebene angepasst. Neben seiner ausgeprägten Wetterhärte gegenüber den hier charakteristischen hohen Niederschlagsmengen und der guten Anpassung an magere Standorte, wie sie auf den hier verbreiteten Geest- und Moorstandorten nicht selten sind, weist auch die Entstehungsgeschichte dieser Rasse eine Verbindung nach Niedersachsen auf: Sambraus (1994) nennt als Ursprungsrassen für die Entstehung des Rauwolligen Pommerschen Landschafes das Zaupelschaf und das Hannoversche Schaf.

Über zwanzig Jahren Erhaltungsbemühungen, vor allem im Ursprungzuchtgebiet Mecklenburg-Vorpommern und hier in erster Linie auf der Insel Rügen, ist es zu verdanken, dass aus einem dramatisch geschrumpften Restbestand von 7 Böcken und 45 Mutterschafen zu Beginn der achziger Jahre bis heute wieder ein stabiler Bestand aufgebaut werden konnte. Im Jahr 2001 betrug der Zuchttierbestand in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1000 Mutterschafe und 88 Böcke (Dettmann, 2002). Dennoch gilt das Rauwollige Pommersche Landschaf immer noch als eine vom Aussterben bedrohte Rasse (Grumbach, 2002). Auch die Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen stuft die Rauwolligen Pommerschen Landschafe auf der Liste der bedrohten Haustierrassen als stark gefährdet ein (www.g-e-h.de) .

Der Schlüssel für den Erfolg der Erhaltungsbemühungen dieser Rasse ist die Linienrotation der 7 Bocklinien in der Reproduktion. Dieses Zuchtverfahren ist beim Aufbau der Genreserve 1982 auf Rügen eingeführt worden und wird auch von den niedersächsischen Züchtern sorgfältig angewendet. So werden inzwischen Böcke aus allen sich noch in der Zucht befindlichen Linien auch in Niedsachsen gehalten und zur Zucht eingesetzt.

Die Linienrotation, der kontinuierliche Zuchttier-Austausch mit dem Ursprungszuchtgebiet, sowie die Selektion auf ursprüngliche Zuchtmerkmale (wie z. B. Mischwollcharakter, Wollertrag, Wetterhärte, Genügsamkeit) kennzeichnen die Ernsthaftigkeit der Erhaltungsbemühungen durch die niedersächsischen Herdbuchzüchter, schränken die Rentabilität der Haltung dieser Rasse unter heutigen Produktionsbedingungen jedoch gleichzeitig ein.

Sie sind bei: www.rauhwoller.de    |        |    Festnetz: 04251-6418


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